Das erste seiner Art.: Wöhr Hybridparkhaus in Calw  Immobilienbrief Nr. 410, Quelle: Wöhr

Liebe Leser!

Eine Immobilienmesse Mipim ohne Präsenz der Region Stuttgart darf es nicht mehr geben! Wenn der Standort weiterhin zu den deutschen Top Sieben gerechnet werden will, ist eine Teilnahme Pflicht. Stuttgart hat es sogar nötiger als die meisten anderen deutschen Metropolen, schließlich ist bei uns der Transformationsdruck der Wirtschaft besonders groß und der mögliche Wohlstandsverlust äußerst hoch.

Im Schulterschluss zwischen Immobilienbranche, Stadt und Region Stuttgart müssen wir uns ab 2027 wieder in Cannes vermarkten. Und dabei geht es am wenigsten um den Verkauf kommunaler Grundstücke und auch nicht um die Subvention eines Wirtschaftszweigs durch öffentliche Gelder. Es geht schlicht und einfach um Wirtschaftsförderung.

Wir müssen etablierte Unternehmen wie Start-ups in die Region holen. Dafür braucht es Hüllen – eben Immobilien –, in denen wertschöpfende Prozesse stattfinden, die zu Kaufkraft und Steueraufkommen führen. Dass dazu auch Wohnungen für die arbeitende Bevölkerung gehören, sollte nicht weiter erklärt werden müssen.

Für die Präsenz auf der wichtigsten internationalen Immobilienmesse braucht es nicht zwingend einen Allein-Stand in der Größe der Vorjahre. Das Rhein-Neckar-Dreieck, Hannover, Leipzig, Duisburg und das Ruhrgebiet haben es vorgemacht und ihre Gäste auf einem Gemeinschaftsstand mit Terrasse empfangen. Schlau!

Und auf eine solche knitze Lösung könnte es auch bei der Expo Real in München früher oder später hinauslaufen. Warum sich nicht mit anderen Städten der Metropolregion oder Baden-Württemberg gemeinsam präsentieren? Wettbewerb gibt es schließlich auch unter den Standpartnern aus der Immobilienwirtschaft. Und international gesehen sind wir sowieso ein Verdichtungsraum.

Eine gute Entscheidung hat Esslingen getroffen. Dort wurde auf Antrag der CDU-Fraktion das Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum gekippt. Aufwand und Ertrag standen in keinem vernünftigen Zusammenhang. Weiter so! Wir müssen motivieren, Wohnraum zu vermieten, nicht strafen. Weniger Bürokratie gehört auch dazu. Wobei unter das Verbot – das es leider beispielsweise noch in Stuttgart gibt – nicht nur der Leerstand fällt. Auch die Umwandlung in Gewerbe. Warum Arbeitsplätze schlechter sein sollen als Wohnfläche, leuchtet nicht ein.

Wir waren selbstverständlich für Sie auf der Mipim. Und haben neben guten Gesprächen, vielen Eindrücken und neuen Kontakten auch reichlich Motivation mit nach Hause genommen, dank Lob von Ihnen. Merci pour cela!

Voller Tatendrang grüßt Sie sehr herzlich

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

Der aktuelle Immobilienbrief vom 24. März zum Download

 

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